Ein duftender Brotlaib – Свежий каравай (31.03.2020)

Ein duftender Brotlaib

Andreas Kramer

 

Ein duftender Brotlaib liegt locker und frisch,

braunkrustig gebacken vor mir auf dem Tisch.

Ich schneid‘ mir ein Stück ab, wie duftet es fein!

Ich riech‘ mich erst satt und dann beiß ich hinein.

 

Ein duftender Brotlaib, wie schmeckt er mir gut,

er stillt meinen Hunger und stärkt meinen Mut.

Er gibt mir zur täglichen Arbeit die Kraft,

die Kraft, die das Feld pflügt und Frieden erschafft.

 

Ein duftender Brotlaib erinnert mich oft

an bittere Zeit, da geharrt wir, gehofft,

gekämpft mit den Feinden auf Leben und Tod

um unsere Freiheit, uns tägliche Brot.

 

Ein duftender Brotlaib, ich spür‘ wie er spricht:

„Iß dich nur schön satt, doch vergiß dabei nicht

den Bäcker am Ofen, den Bauern im Feld,

vergiß nicht – viel Hungrige gibt’s in der Welt!“

 

Ein duftender Brotlaib liegt locker und frisch,

braunkrustig gebacken vor mir auf dem Tisch.

Ich schneid‘ mir ein Stück ab, wie duftet es fein!

Ich riech‘ mich erst satt und dann beiß ich hinein.

 

 

 

Свежий каравай

Перевод А. Пряникова

 

Душистое чудо лежит предо мной...

Как свеж он и радостен, хлеб наш земной!

Ломоть отрезаю, но есть не спешу –

Нанюхаюсь вдоволь, потом откушу.

 

Как пышен и лёгок, румян каравай!

Скорее к столу его, мать, подавай!

С ним можно на славу друзей угощать,

Крепить изобилье и мир защищать.

 

Он силы нам даст для большого труда

И память мою возвратит иногда

К дням битвы жестокой, когда мы несли

Свободу и хлеб людям отчей земли.

 

Напомнит мне многое мой каравай

И скажет:"Ты главное не забывай,

Что люди меня и растят, и пекут,

Что хлеба куска ещё многие ждут!"

 

Душистое чудо лежит предо мной.

Как свеж он и радостен, хлеб наш земной!

Ломоть отрезаю, но есть не спешу –

нанюхаюсь вдоволь, потом откушу.

 

 

 

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